Krankenhaus in NRW “krankt” an Ransomware

Wie der WDR berich­tet, ist das Lukas-Krankenhaus in Neuss nur ein­ge­schränkt betriebs­be­reit. Wie sei­tens der Klinikleitung infor­miert wur­de, sei man Opfer einer Ransomware. Bereits gestern (10.02.2016) sind Mitarbeitern Störungen und Verzögerungen bei der IT-Nutzung auf­ge­fal­len. Die IT der Einrichtung wur­de vor­sorg­lich her­un­ter­ge­fah­ren.

Verschlüsselungsvirus per Email-Anhang

Als Ursache wird ein Verschlüsselungsvirus ver­mu­tet, der als Email-Anhang in das Netz der Einrichtung gelangt ist. Dort muss ein unvor­sich­ti­ger Mitarbeiter ver­se­hent­lich durch Öffnen des Anhangs den Schadcode in Gang gebracht haben. Eine geziel­te Attacke wird aus­ge­schlos­sen. Man sei wohl Opfer der seit gerau­mer Zeit breit gestreu­ten Angriffe.

Akute Auswirkungen

Vieles in der Einrichtung sei nun auf Handbetrieb umge­stellt, wie deren Leitung berich­tet. Alle Dateien, derer der Virus hab­haft wer­den konn­te im Rahmen der Nutzerrechte, sind ver­schlüs­selt. Die Backups sei­en nicht davon betrof­fen. Daher gehen die Verantwortlichen davon aus, den vor­he­ri­gen Zustand bald wie­der­her­stel­len zu kön­nen und wie­der voll ein­satz­fä­hig zu sein.

20% der geplan­ten Operationen wur­den ver­scho­ben. Die Notaufnahme blie­be zwar eben­falls wei­ter­hin geöff­net, jedoch wür­de man dring­li­che Fälle gleich an ande­re Krankenhäuser ver­wei­sen.

Update vom 12.02.2016: heise.de ver­mel­det, dass ver­mut­lich noch zwei wei­te­re Krankenhäuser in NRW betrof­fen sind, den Vorfall jedoch noch nicht öffent­lich gemacht haben.

1 Antwort

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  1. […] Das Lukaskrankenhaus in Neuss wur­de von einem Krypto-Trojaner befal­len. Ausgelöst hat die Verschlüsselung aller Dateien wohl ein unvor­sich­ti­ger Mitarbeiter, der einen infi­zier­ten Email-Anhang öff­ne­te. Die Systeme wur­den run­ter­ge­fah­ren, Operationen ver­scho­ben. Mehr lesen Sie auf unse­rem Blog zur Informationssicherheit. […]

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