Locky erhält Updates

Lange Zeit hat man von Locky nicht mehr viel gehört, wäh­rend über ande­re Vertreter der Krypto-Trojaner zahl­reich berich­tet wur­de. Doch Locky ist nach wie vor aktiv und hat dazu gelernt. Wohl weni­ger gra­vie­rend ist die Tatsache, dass Locky nun die Dateiendung “.odin” statt “.locky” für die ver­schlüs­sel­ten Dateien ver­wen­det. Gravierender ist die Neuerung, dass für die erfolg­rei­che Arbeit nun kei­ne Online-Verbindung zum C&C Server der hin­ter Locky ste­hen­den Erpresser mehr not­wen­dig. Bisher konn­te Locky ohne die­se Verbindung nicht mit sei­nem Werk begin­nen. Nun benö­ti­gen neue­re Varianten die Server nicht mehr als Anstoß zur Erzeugung des loka­len Schlüssels. Die genaue Technik ist noch nicht bekannt.

Die Vorteile lie­gen klar auf der Hand: Die kosten­in­ten­si­ve Infrastruktur zum Betrieb der C&C Server ent­fällt. Lösegeldzahlungen wer­den nach wie vor über Links in Tor-Netz abge­wickelt. Aber auch den Ermittlern feh­len somit wert­vol­le Anhaltspunkte, um die Drahtzieher mög­li­cher­wei­se ding­fest zu machen.

Im Vergleich zu ande­ren Krypto-Trojanern steht für Locky nach wie vor kein Entschlüsselungstool zur Verfügung. Hier hilft nur zah­len, oder ein funk­ti­ons­fä­hi­ges Backup für ein Recovery zur Verfügung zu haben. Übrigens: Wie lan­ge lie­gen Ihre letz­te Überprüfung der Backup-Strategie oder ein voll­wer­ti­ger Recovery-Test zurück?

http://heise.de/-3354925

2 Kommentare
  1. Andreas Gutesa says:

    Die letz­te Sicherung des Backups liegt 30 Minuten zurück, die Überprüfung des Recoverys fin­det auto­ma­ti­siert statt. Dazu online nach den aktu­el­len Empfehlungen des BSI und der Vorgaben des BDSG/DSGVO/GoBD 🙂

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